WORKSHOP WOCHE ZUM 15. März 2021

Am 15. März ist der internationale Tag gegen Polizeigewalt!

(Link to the English Version!)

Wir wollen an diesem Tag allen Betroffenen von rassistischer Polizeigewalt gedenken. An diejenigen, deren Namen wir kennen und die unzähligen Opfer, deren Namen wir (noch) nicht kennen.

Wir wollen an diesem Tag solidarische Grüße an alle Betroffenen von rassistischer Polizeigewalt senden: Wir sehen euch! Ihr seid damit nicht allein!
Solidarität für all jene Personen, zu deren Alltag die ständige Bedrohung durch die Polizei gehört. Deren Geschichten zu oft von anderen erzählt werden. Sei es von Medien, Justiz oder Politik, wenn Polizist_innen für Gewalttaten in Schutz genommen werden. Wenn systematisch Betroffene kriminalisiert und gedemütigt werden und wenn immer wieder die Rede von Einzeltäter_innen und einzelnen Vorfällen ist.

Covid-19 hat die Situation nicht verbessert. Die Polizei setzt Maßnahmen durch, kontrolliert und bekommt mehr und mehr Befugnisse. Die Angst vor dem Virus ist die beste Ausrede für rassistische Polizeikontrollen, gewalttätiges Verhalten gegenüber Menschen, die zum Beispiel keinen festen Wohnort haben, die draußen aus Mangel an Räumen konsumieren und/oder Menschen deren Wohnort kein sicherer Ort ist. Keine Spur von solidarischen Maßnahmen, die in einer Pandemie ja doch nötig sind.

Schwarze Aktivist_innen machen bereits seit Langem auf Anti-Schwarzen Rassismus und seine institutionelle Verankerung in Österreich aufmerksam. Im Sommer 2020 stieg die Aufmerksamkeit für das Thema rassistische Polizeigewalt durch den Tod von George Floyd und Breonna Taylor weltweit, auch in Österreich, stark an. Trotzdem hält sich der Glaube bei einer weißen Mehrheitsgesellschaft, dass solche Formen polizeilicher Gewalt nur außerhalb Österreichs passieren. Doch die Erzählungen Betroffener Personen zeigen deutlich: auch in Österreich gibt es rassistische Gewalt von Polizei und anderen Sicherheitsbeamt_innen, wie zum Beispiel der öffentlichen Verkehrsbetriebe.

In der Woche vom 15. März haben wir uns deshalb verschiedene Workshops überlegt. Diese sollen nicht nur unterstützend sein, in einer Welt, in der rassistische Polizeigewalt für viele Personen Normalität ist. Sondern die Veranstaltungen, sollen auch dabei helfen, sich eine Welt ohne Polizei vorstellen zu können, denn die langfristige Lösung für ein Ende der rassistischen Polizeigewalt, muss die Abschaffung der Polizei sein.

Alle Veranstaltungen finden digital statt und haben eine begrenzte Teilnehmendenzahl. Anmeldungen und Fragen könnt ihr uns jederzeit via E-Mail an workshops_bigsibling@riseup.net schicken.

Für Details könnt ihr auf die einzelnen Workshops klicken:

16. MÄRZ, 17:30 – RECHTSHILFEWORKSHOP für Zeug_innen
Ihr habt schon öfters rassistische Polizeikontrollen beobachtet und fragt euch, was kann ich tun? Dunia Khalil wird euch aus einer rechtlichen Perspektive heraus erzählen, was eure Rechte sind und euch Denk- und Handlungsanstöße geben, was ihr machen könnt. Danach habt ihr die Möglichkeit, ihr Fragen zum Thema zu stellen.
Dunia Khalil arbeitet seit einigen Jahren in der Rechtsberatung für von Rassismus betroffenen Personen und beschäftigt sich mit dem Thema rassistische Polizeigewalt.

16. März – 17:30 – 1h
Sprache: Deutsch
Offen für ALLE Personen, der Fokus liegt bei dem Workshop bei Zeug_innen von rassistischen Polizeikontrollen.

16. MÄRZ, 18:30 – RECHTSHILFEWORKSHOP für von Rassismus betroffenen Personen
Was sind meine Rechte bei einer rassistischen Polizeikontrolle? Und was darf die Polizei eigentlich? Wie kann ich mich wehren? Diese und weitere Fragen stellen wir uns in dem Workshop, der mit einem kurzen Vortrag von Dunia Khalil starten wird. Danach habt ihr die Möglichkeit ihr Fragen zum Thema zu stellen. Dunia Khalil arbeitet seit einigen Jahren in der Rechtsberatung für von Rassismus betroffenen Personen und beschäftigt sich mit dem Thema rassistische Polizeigewalt.

16. März – 18:30 Uhr– 1h
Sprache: Deutsch
NUR für von Rassismus betroffene Personen!

17. MÄRZ, 18:00 – LESEKREIS/ BOOK CLUB KICK-OFF für von Rassismus betroffenen Personen/ BIPoC
Hast du genug von weißen Autor_innen und Filmermacher_innen, die über Rassismus erzählen?! Wir wollen einen Raum schaffen, in dem wir uns weiterbilden, gemeinsam neue Themen entdecken und uns in entspannter Atmosphäre austauschen können, und zwar mit den Perspektiven, Geschichten und Erkenntnissen von anderen BIPoC. Was wir lesen, schauen oder hören wollen, entscheiden wir gemeinsam bei unserem ersten Treffen. Du hast Lust, uns und dieses Projekt kennenzulernen? Dann schreib uns eine Mail. Du kannst jederzeit dazukommen und auch wieder aussteigen.

Have you had enough of white authors and filmmakers talking about racism?! We want to create a space where we can educate ourselves, discover new topics together and exchange ideas in a relaxed atmosphere. And the entire experience with the perspectives, stories and insights of other BIPoC? What we want to read, watch or listen to, we decide together at our first get-together. You want to get to know us and this project? Then send us an email. You can join and leave at any time.

17. März – 18:30 Uhr – 1h
Sprache/ Language: je nach Bedarf bzw. Anmeldungen / depends on participants
NUR für von Rassismus betroffene Personen!

18. MÄRZ, 18:00 – HANDLUNGSSTRATEGIEN für Zeug_innen rassistischer Polizeigewalt

Du beobachtest eine Polizeikontrolle und möchtest wissen, was du als weiße Person tun kannst? In diesem Workshop besprechen wir gemeinsam was rassistische Polizeikontrollen und rassistische Polizeigewalt sind. Wir überlegen und diskutieren, welche unterschiedlichen Handlungsmöglichkeiten es gibt. Und wir denken gemeinsam darüber nach, wie konkret eingegriffen werden kann.

18. März 18-20 Uhr
Sprache: Deutsch
Offen für ALLE Personen. Der Fokus liegt bei dem Workshop bei Zeug_innen von rassistischen Polizeikontrollen.

20. MÄRZ, 16:00 – EINE WELT OHNE POLIZEI für von Rassismus betroffenen Personen

Hast du dir schon mal Gedanken gemacht zu einer Welt ohne Polizei? Kannst du dir eine Welt ohne Polizei vorstellen? Wir wollen mit dir gemeinsam erkunden, wie solch eine utopische Welt aussehen kann. In diesem Rahmen wird es nicht um die Frage gehen, ob die Polizei abgeschafft werden soll; Im Fokus steht: Wie kann eine Welt ohne Polizei für uns konkret aussehen?

20. März – 16:00 – 4 h
Sprache: Deutsch
NUR für von Rassismus betroffene Personen!

21st of MARCH, 4 PM – A WORLD WITHOUT POLICE for BIPoC
Have you ever thought about a world without police? Can you imagine a world without police? Let’s find out together what such a utopian world could look like. In this context, the question will not be whether the police should be abolished. The focus will be on what a world without police means for us.

21st of March – 4 pm – 4h
Language: English
ONLY for BIPoC (Black People, Indigenous People, People of Color)